KettIN Informationen

Die KettIN-Feste und ihre traditionellen Wurzeln
 
- Stadtteilmarketing hat Priorität -

 

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ie Positionierung der Kettwiger Feste und ihr Erfolg lassen sich nicht aus der Durchführung eines einzigen Festes heraus erklären. Vielmehr zeigt die jahrelange Praxis auf, dass der "Dreiklang", also Frühlingsfest, Brunnenfest und Kürbisfest und unter Heranziehung des "Weihnachtsmarktes des HVV" sogar der "Vierklang", eine untrennbare Einheit darstellen.
Der Veranstaltungsbereich umfasst in der Regel die Hauptstraße mit dem Marktplatz, die Kirchfeldstraße und den Rathausplatz.
Aussteller kommen nicht nur aus Nordrhein-Westfalen, sondern auch aus den angrenzenden Bundesländern.
Blumenstände, interessante gastronomische Angebote, musikalische Leckerbissen, handwerkliche Traditionen und Attraktionen für Jung und Alt prägen den Charakter der Feste. Kettwiger Vereine und Organisationen nutzen diese Plattform ebenfalls, um sich den Besuchern mit ihrem Angebot bekannt zu machen. Besucher aus Essen, den umliegenden Orten und Städten bis hinunter nach Bayern erwarten inzwischen, dass die Veranstaltungen Ende Mai, Anfang September, Ende Oktober und im Advent gemeinsam mit den verkaufsoffenen Sonntagen turnusmäßig stattfinden. Das belegen entsprechende Anfragen, sogar aus dem Ausland. Wenn nicht drastische Rückschritte in den inzwischen erreichten Kampagnenerfolgen hingenommen werden sollen, ist es zwingend erforderlich, dass der traditionelle "Vierklang" incl. Verkaufsoffener Sonntage erhalten bleibt. Aus rechtlichen Gründen kurzfristig und kurzsichtig erzwungene Einschränkungen, z.B. den untrennbar dazugehörenden und von den Besuchern erwarteten Verkaufsoffenen Sonntag, gefährden das bisher Erreichte in höchstem Maße in seiner Gesamtheit.. Zudem halten die vorgetragenen Argumente gegen eine Einbeziehung eines verkaufsoffenen Sonntags weder einer sachlichen Überprüfung noch einer gesamtgesellschaftlichen Abwägung der Realitäten stand. Deshalb muss die bisher geübte Praxis durch eine sinnvolle, gesetzliche zukünftige Regelung gegen jegliche, vorgeschobene rechtliche Anfechtbarkeit geschützt werden.
 
Entscheidend für den Erfolg der Feste incl. Verkaufsoffener Sonntag war bisher:
 
Mit den besonderen, charakteristischen, traditions- und zu- kunftsbezogenen Standortfaktoren Kettwigs ist ein gemeinschaftliches Marketingziel verbunden:
In gezielten Kampagnen, sprich Festen, soll der Standort Kettwig, sein Bekanntheitsgrad und Image nicht nur in der ortsansässigen Bevölkerung, sondern auch bei den Besuchern aus nah und fern in den Vordergrund gerückt, weiterentwickelt und verbreitert werden; ein legitimes Ziel für jeden Ort und jede Stadt.
Wie konnte das erreicht werden?

 
Eine klare Herausarbeitung und Fokussierung auf die richtigen Zielgruppen anhand von gängigen Marktindikatoren und Erfahrungen vor Ort.
 
Dies führte zu stetig steigenden Besucherzahlen, Anhebung des Images und des Bekanntheitsgrades. Das Kürbisfest im Jahr 2016 ist dafür ein besonders konkretes Beispiel. Die Kettwiger Feste gewannen immer mehr an Beliebt- und Bekanntheit in der Öffentlichkeit. Interviews mit Besuchern belegen dies.
 
Historische Wurzeln der Feste       
 
Kettwig wird 1052 unter dem Namen Katuuik urkundlich erstmalig erwähnt und entwickelt sich in seiner wechselvollen Geschichte, bedingt auch durch seine Lage an der Ruhr, durch die Weberei (seit 1476) und den Kohleabbau (seit 1585) zu einem wohlhabenden Gemeinwesen.
Besonders die Weberei und Spinnerei (seit 1720 bis 1974) mit zeitweise bis zu 2.000 Beschäftigten prägen auch heute noch das Ortsbild mit rund 120 erhaltenen Weberhäusern.
Kettwig ist umgeben von Wald, Wiesen und Feldern und selbst im Ortskern findet sich viel "Grün". Die Kettwiger pflegen ihre Gärten liebevoll und genießen ihre gesunde, grünende und besonders im Frühling blühende Umgebung.
Dies ist auch bei Besuchern aus nah und fern nicht unbeachtet geblieben und so verband sich schon sehr früh der Begriff "Gartenstadt" mit dem Ortsnamen Kettwig. Aus dieser Begriffsbildung "Gartenstadt Kettwig", den historischen Wurzeln der Tuchmacherproduktion und der Kettwig immer schon umgebenden, nachhaltig betriebenen Landwirtschaft, entwickelten die Bürger die Idee, Feste zu initiieren, die eng mit den traditionell in Verbindung stehenden typischen Standortfaktoren  Kettwigs verbunden sind.
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Das Frühlingsfest in seiner inzwischen 7-jährigen Tradition
 
Bereits vor 7 Jahren wurde das Frühlingsfest von KettIN ins Leben gerufen, das heute unter dem Motto "Kettwig blüht" alljährlich durchgeführt wird. Zu diesem Ereignis treffen sich die Kettwiger Bürger und Besucher aus nah und fern, traditionell am letzten Wochenende im Mai, um unter dem in der Bevölkerung tief verwurzelten, traditionellen Charakter der "Kettwiger Gartenstadt" gemeinschaftlich den Frühling mit einem Fest zu begrüßen. Blumenstände, handwerkliche Kunst, Live-Musik, kulinarische Köstlichkeiten, Kinderattraktionen und Präsentationen Kettwiger Vereine bilden den Schwerpunkt der Veranstaltung.
 
Das Brunnenfest, eine Referenz an die historischen Wurzeln der Tuchmacher  
 
Vor inzwischen 25 Jahren fasste der Verein KettIN den


Entschluss, an die alte Tuchmachertradition von Kettwig anzuknüpfen und aufzuzeigen, welche historische Bedeutung die Weberei und Spinnerei für Kettwig hatte. Viele, inzwischen nicht mehr genutzten Industriehallen und Verwaltungsgebäude standen leer. Von den Eigentümern der Weberei und Spinnerei initiierte Wohngebäude sind noch vorhanden und prägten das Stadtbild. Selbst ehemals aus Griechenland stammende und inzwischen in die Kettwiger Bevölkerung integrierte Mitarbeiter fühlten sich im Ort wohl. So lag es nahe,
ein Fest zu initiieren, das Anfang September an diese Zeiten erinnerte. Besondere Aufmerksamkeit richtete sich auf die Vielzahl der vorhandenen Brunnen, die als Symbol der früheren Tuchmacherproduktion das Ortsbild prägten. So wurde insbesondere im unteren Altstadtbereich in unmittelbarer Nähe der Spinnerei der Weberbrunnen errichtet. Hierin manifestierte sich augenscheinlich die Tuchmachertradition und weitere Brunnen in der Innenstadt folgten. Letztlich entzündete sich hieran die Idee, ein Fest zu entwickeln, das sich auf die Brunnen, respektive die Tuchmacherproduktion, bezog. Das "Brunnenfest" war geboren und steht heute unter dem Motto "Kettwig sprudelt".
 
Kürbis und Halloween, eine naheliegende Verbindung
 
Die Kettwig umgebende Landwirtschaft ist integrierter Bestandteil des Ortsbildes von Kettwig und trägt in hohem Maße gleichfalls zur Charakterisierung Kettwigs als &dbquo;Gartenstadt Kettwig bei. Nicht nur der traditionelle Anbau von Getreide, Gemüse. Erdbeeren, Spargel, Kartoffeln und sonstigen Feldfrüchten in der unmittelbaren Umgebung Kettwigs, sondern auch der Anbau von Kürbissen ist seit Jahren besonders typisch für die Kettwiger Landwirtschaft. Im Herbst zur Erntezeit, und zwar Ende Oktober, wurde vor 12 Jahren von KettIN die Idee aufgegriffen, im Sinne von "Erntedank", die oft mächtigen Kürbisfrüchte symbolhaft in den Mittelpunkt eines Festes zu stellen. Eng verbunden mit diesem herbstlichen Brauchtum war dann der heidnische Brauch, Kürbisse zu gruseligen Verkleidungen zu verwenden. Und so war dann die Verbindung zu "Halloween" sehr schnell hergestellt. Die Ideengeber gaben dem "Kürbisfest" das Motto "Kettwig gruselt". Heute ist das Kürbisfest insbesondere bei den Kindern und Jugendlichen zu einem Ereignis geworden, das hohe Besucherzahlen aus nah und fern nach Kettwig zieht. Kinder und Jugendliche kleiden sich in gruselige Phantasiekostüme und zeigen sich bei der "Geister- wanderung" dem breiten Publikum. Sogar eine mit malerischen, alten Fachwerkhäusern ausgestattete Gasse, die Kaiserstraße, wird jedes Jahr zur Festzeit von den Anwohnern liebevoll mit gruseligen Gestalten zur Freude der Besucher geschmückt. Dies findet natürlich besonderen Anklang bei jungen Familien, die in den letzten Jahren in die neuen Wohnquartiere "Am Ruhrbogen" und am Promenadenweg, dem ehemaligen Scheidtschen Werksgelände,   gezogen sind.